Einzelne Bestände

 

Inhalt:

 

Gollnow.. 1

Greifenberg. 3

Pölitz. 3

 

 

 

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Gollnow

 

Familie – Sippe – Volk, 8. Jg. 1942, S. 46

 

Neue Quellen zur Familienforschung in Gollnow

Erst in jüngster Zeit war es möglich, das mannigfache Schriftgut für die Ahnensuche in Gollnow und Umgegend aufzufinden und zu ergänzen, nachdem umfangreiche Archivalien durch die Stadtverwaltung dem Staatsarchiv Stettin zugeführt und von diesem gesichtet worden waren.

Im Kirchenbuchamt Gollnow sind vereinigt worden die Kirchenbücher Gollnow ab 1708, Buddendorf ab 1697, Puddenzig ab 1786, Hackenwalde ab 1811, Kattenhof ab 1808 und Amalienhof, Kr. Kammin, ab 1817. Das Kirchenbuch der luth. Gemeinde Hackenwalde (Anschrift luth. Pfarramt, Gollnow. Deutschestraße) ab 1836 birgt vereinzelte Einträge aus Pribbernow, Sarnow, Sabessow, Kartlow und weiteren Orten des Kamminer Kreises. Ein wenig bekanntes Kirchenbuch, das 1778 beginnt, betreut die Schule zu Oberkarlsbach. Mit großer Sorgfalt sind Namen und Herkommen der Familien dieser reformierten Siedler aus der Pfalz der Nachwelt überliefert. Das Staatsarchiv in Stettin verwaltet an 100 Kirchenbuchzweitschriften der ländlichen Pfarrämter des Kreises Naugard ab 18251). Das älteste Stadtbuch von Gollnow2) über mittelt uns auf 512 Seiten 2779 Namenseinträge aus den Jahren 1546-1613; auch das nachfolgende Stadtbuch3) 1638-1763 weist auf 224 Seiten 1820 Bürger nach. Das gesondert geführte Bürgerbuch4) erfaßt die Zeit von 1614 bis 1642 und 1656-1747, gibt den Tag des erteilten Bürgerbriefes und vielfach Beruf und Herkommen. Die geringen Lücken lassen sich in Zweifelsfällen überbrücken durch die Namennachweise der Fischergilde 1552, der Schützengilde 1614-1700, die Listen der Rentenzahler 1625, die Musterakten der Landverteidigung 1633-1634. Vielfach bereits herangezogen ist die Musterung5) von 1664, die Designationsliste von 1694, die Taxation von 1722; sie überliefern die Angabe der Wohnstätte und die Größe des Erbes. Zu der Kette der Nachweise fehlte langjährig das inzwischen von mir aufgefundene Bürgerbuch 1747 bis 18546). Wertvoll sind auch als Ergänzung die Bürgeraufnahmeprotokolle der Jahre 1809-1858 in 17 stattlichen Bänden7). Vielfach wird man zu den Gründungsakten greifen, die für Hackenwalde 1746, Sophiental 1738, Gr. Christinenberg 1738, Friedrichswalde 1757 und Gollnowshagen 1828 beginnen. Gute Helfer bilden die zumeist im Staatsarchiv aufbewahrten Innungsakten der Schneider, Schuhmacher, Fleischer, Tischler, Bäcker, Schmiede, Maurer, Zimmerer, Böttcher, Schlosser und Stellmacher, die vielfach zuverlässige Geburtsdaten enthalten und z. T. bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Eine Sonderarbeit, die ich durchgeführt habe, galt der Erfassung von 23 Rollen der Müllerinnungen aus Gollnow, Naugard, Kammin und Wollin mit 956 Einträgen von 50 Mühlen. Erwähnen wir das Register der Sterbekasse (1846), das Kontrollbuch der Wandergesellen mit 7090 Namen aus dem Reiche seit 1852, die zwei Melderegister von 1854-1904 der Stadt Gollnow, die Musterungsbefehle 1865-1868 des Kreises Naugard, so dürfen wir an den Jahrbüchern der Provinz Pommern nicht achtlos vorübergehen. Wie alle erwähnten Akte abschriftlich erfaßt wurden, so sind aus den erreichbaren Jahrgängen eingehend 1. die Aerzte, Chirurgen und Apotheker, 2. die Forstbeamten, 3. die Küster und Lehrer, 4. die Grenz-, Steuer- und Zollbeamten aus Stadt und Land ermittelt. Ihre Wirkungszeiten beginnen vereinzelt mit 1780, mehrfach 1800-1848 mit Angabe der Dienststelle innerhalb der Provinz Pommern. Für die Aufstellung der Liste der Gollnower Bürgermeister, Kämmerer, Syndici, Senatoren, Ratmänner, Registratoren und Sekretäre, Kirchenprovisoren gab das vorliegende Material wesentlichen Aufschluß, durch die Bearbeitung der Verwaltungsakten der Kirche 1538-1708, der nachfolgenden Kirchenbücher und der im Staatsarchiv deponierten Personalakten konnte manche Lücke gefüllt

1) Staatsarchiv Stettin, Rep. 77 Naugard Acc. 58/1935 u. 39/1938.

2) Rep. 38 Hs. Gollnow 1.

3) Rep. 40 I Nr. 86 a.

4) Rep. 40 I Nr. 87.

5) Rep. 38 b Gollnow 1. Abgabe Nr. 516.

6) Rep. 38 Hs. Gollnow Nr. 1.

7) Rep. 38 d Gollnow Acc. 59/1937 Nr. 12.

Robert Faltz, Gollnow

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[wo?]

Robert Faltz, Gollnow, Marktstr. 6, machte neue Funde über das Miillergewerk seiner Heimat aus 12 Innungsbüchern (50 Mühlen mit 959 Namen von Mühlenmeistern ab 1698, Gesellen und Lehrlingen ab 1772). Hierzu ist die Notiz in dieser Zs. 1938, S. 57, zu vergleichen. - Alle Stadt- und Landmühlen der Kreise Naugard, Cammin-Land und ein Grenzbezirk Regenwalde sind hierbei erfaßt. Es fehlen noch die Nachweise von Gollnow Stadt bis 1806. - Bei dem Wandertrieb der Müller dürfte hiermit eine beachtliche Quellengruppe für manche Nachweise erschlossen sein. Der Name Beyersdorf mit 55 Personen von 1698 an, aus 15 Orten stammend, ist mit am häufigsten vertreten.

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[wo?]

Robert Faltz, Gollnow, Marktstr. 6, hat aus 23 Stadtgerichts-, Gilden-, Innungs-, Sterbekassen-, und Bürgerbüchern der Stadt Gollnow (Kreis Naugard) aus der Zeit von 1546-1900 32 000 Namen erfaßt. Aus weiteren neu aufgefundenen 16 Bänden von Bürgeraufnahmeprotokollen werden diese Einträge nach Herkunftsorten und Militärdienstleistung ergänzt. - Eine weitere Fundgrube bietet ein Gesellenbuch (1820-1881) mit 7000 Namen- und Heimatsangaben, teilweise auch Geburtsdaten, aus allen deutschen Gauen.

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[wo?]

Familiengeschichtliche Quellen in Gollnow. – Robert Faltz in Gollnow, Marktstraße 6, hat aus 23 Stadtgerichts-, Gilden-, Innungs-, Sterbekassen- und Bürgerbüchern Gollnows aus der Zeit 1546 bis 1900 32000 Namen abschriftlich erfaßt. Aus weiteren neu aufgefundenen 16 Banden Bürgeraufnahmeprotokollen werden diese Einträge ob des Herkunftsortes und Militärdienstleistung ergänzt. - Eine weitere Fundgrube bietet ein Gesellenbuch mit seinen 7000 Namen, den Heimatsangaben, teilweise auch Geburtsdaten aus allen deutschen Gauen als ein Wegweiser für die Nachsuche für die Neuzeit 1820 bis 1881.

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Greifenberg

Familie – Sippe – Volk, ?. Jg. 19??, S. 12

Greifenberg i. Pommern.

Im Rathaus dieser Stadt hat sich eine bisher unbekannte Bürgerrolle angefunden.

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Pölitz

Familie – Sippe – Volk, ?. Jg. 19??, S. ?

Im Heimatmuseum Pölitz (Pommern) wird das dort befindliche sippenkundliche Schrifttum neu inventarisiert. Bei einer neuerlichen Besichtigung wurde bemerkt, daß die vor einiger Zeit dem Heimatmuseum übergebene Lade der Weber-Innung noch nicht geöffnet war, da der Schlüssel fehlte. Die Lade wurde jetzt aufgebrochen, wobei sich ein Musterbuch, ein Gesellenbuch, eine Anzahl Meisterbriefe und das Innungssiegel vom Jahre 1749 vorfanden.